Auf einen Blick
- Tirzepatid ist ein dualer GLP-1-GIP-Rezeptoragonist und steuert gleich zwei Rezeptoren an, die für ein längeres Sättigungsgefühl und weniger Hunger sorgen.
- Tirzepatid ist im rezeptpflichtigen Arzneimittel Mounjaro® enthalten und kommt sowohl bei Typ-2-Diabetes als auch bei Abnehmbehandlungen zum Einsatz.
- Als Abnehmbehandlung kann es in Kombination mit einer Ernährungsumstellung und regelmäßigem Sport bereits innerhalb weniger Wochen zu ersten Ergebnissen verhelfen. Deutlichere Ergebnisse sind oft erst nach mehreren Monaten möglich.
- Teilnehmende in klinischen Studien konnten je nach wöchentlicher Dosis eine Gewichtsabnahme von durchschnittlich bis zu 20,9 % verzeichnen.
- Mögliche Nebenwirkungen betreffen vor allem den Verdauungstrakt: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfungen treten unter anderem am häufigsten auf.
- Für eine Behandlung mit Tirzepatid müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Bei einem Gespräch mit einer ärztlichen Fachkraft werden dein BMI, deine körperlichen Gegebenheiten und deine medizinische Vorgeschichte untersucht. So wird sichergestellt, dass die Behandlung auch wirklich für dich sicher ist.
Immer mehr Menschen mit Adipositas oder Übergewicht und Begleiterkrankungen interessieren sich für eine Behandlung mit GLP-1-Medikamenten. Diese Arzneimittel imitieren das sogenannte Darmhormon glukagon-ähnliches Peptid-1 und sorgen so dafür, dass du länger satt bist und weniger Hunger verspürst.
Tirzepatid, einer der möglichen Wirkstoffe in Abnehmmedikamenten, imitiert neben GLP-1 ein weiteres Darmhormon: glukoseabhängiges insulinotropes Peptid (kurz GIP). Damit unterscheidet es sich von allen anderen Abnehmbehandlungen – und genau deshalb lohnt es sich, einen genaueren Blick auf diesen Wirkstoff, seinen Wirkmechanismus und seine Nebenwirkungen zu werfen.
Was ist Tirzepatid?
Tirzepatid ist ein Wirkstoff, der in verschiedenen Therapiebereichen zum Einsatz kommt, unter anderem auch bei der Behandlung von Adipositas. Als dualer GLP-1-GIP-Rezeptoragonist ahmt er gleich zwei Darmhormone nach, wodurch der Blutzuckerspiegel stabilisiert und die Magenentleerung verlangsamt wird [1].
Welches Medikament enthält Tirzepatid?
Tirzepatid ist der Wirkstoff in Mounjaro®, einem injizierbaren Medikament zur Gewichtsabnahme, das einmal wöchentlich verabreicht wird. Ob das Medikament für dich und deine Bedürfnisse geeignet ist, besprichst du am besten mit einer ärztlichen Fachkraft.
Wie wirkt Tirzepatid?
Der Wirkstoff Tirzepatid ist ein dualer GLP-1-GIP-Rezeptoragonist. Das bedeutet, dass er im Gegensatz zu GLP-1-Rezeptoragonisten nicht nur ein, sondern zwei Darmhormone nachahmt: glukagon-ähnliches Peptid-1 (kurz GLP-1) und glukoseabhängiges insulinotropes Peptid (kurz GIP).
Tirzepatid aktiviert die Rezeptoren, die auf diese beiden Hormone reagieren. Dadurch wird Insulin freigesetzt und die Ausschüttung von Glukagon verringert. Das stabilisiert den Blutzuckerspiegel. Aufgrund dieses Wirkmechanismus wird Tirzepatid unter anderem zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt [1].
Gleichzeitig hilft der Wirkstoff dabei, die Magenentleerung zu verlangsamen. Das bedeutet, dass dein Körper länger braucht, um Nahrung zu verdauen. Das Ergebnis: Du fühlst dich länger satt, hast seltener Hunger und kannst so an Gewicht verlieren. Deshalb kommt Tirzepatid auch bei der Behandlung von Adipositas und Übergewicht zum Einsatz [1].
GIP und GLP-1: So wirken die Hormone zusammen
Erst im Zusammenspiel mit GLP-1 entfaltet GIP sein volles Potenzial. Während GLP-1 die Magenentleerung verlangsamt, den Appetit senkt und die Glukagon-Ausschüttung hemmt, sorgt GIP zusätzlich für eine verbesserte Insulinausschüttung nach dem Essen und beeinflusst den Fettstoffwechsel. Durch diese ergänzende, synergistische Wirkung kann Tirzepatid stärker auf Gewicht und Blutzucker einwirken als ein Wirkstoff, der nur an einem der beiden Rezeptoren ansetzt [2].
Wofür wird Tirzepatid eingesetzt?
Durch seinen Wirkmechanismus wird Tirzepatid in verschiedenen Therapiebereichen eingesetzt.
Zur Unterstützung der Gewichtsabnahme
Tirzepatid kann in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßigem Sport bei der Gewichtsabnahme unterstützen. Doch die Behandlung mit dem Wirkstoff ist nicht für alle möglich. Folgende Voraussetzungen musst du erfüllen, damit eine Behandlung für dich infrage kommt [1]:
- Ein BMI von mindestens 30
- Ein BMI von mindestens 27, wenn gleichzeitig eine Erkrankung vorliegt, die durch Übergewicht ausgelöst oder verschlimmert wird (zum Beispiel Gelenkverschleiß oder Bluthochdruck)
Doch der BMI ist nicht der einzige Faktor, der entscheidet, ob eine Behandlung mit Tirzepatid möglich ist. Auch deine medizinische Vorgeschichte spielt eine große Rolle. Lass dich von einer ärztlichen Fachkraft beraten, um herauszufinden, ob Tirzepatid für dich geeignet ist.
Zur Behandlung von Typ-2-Diabetes
Wenn du an Typ-2-Diabetes erkrankt bist, kann eine Behandlung mit Tirzepatid für dich infrage kommen. Vor allem, wenn du Metformin nicht verträgst oder das Medikament bei dir kontraindiziert ist, kann Tirzepatid eine Alternative sein – entweder als Monotherapie (alleinige Behandlung der Erkrankung mit nur einem Medikament) oder in Kombination mit anderen Medikamenten oder Insulin [1].
Ob Tirzepatid eine sichere Therapieoption für dich ist, findest du in einem Gespräch mit einer ärztlichen Fachkraft heraus.
Wie effektiv ist Tirzepatid als Abnehmbehandlung?
Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die eine langfristige und wirksame Behandlung erfordert. Tirzepatid kann in Kombination mit einer Ernährungsumstellung und gesunden Lebensstiländerungen wie regelmäßigem Sport dabei helfen, Gewicht abzunehmen.
In einer großen Studie aus dem Jahr 2022 mit 2.539 Teilnehmenden wurden die Patient:innen in eine von zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe erhielt wöchentlich Tirzepatid (unterschiedliche, gleichbleibende Dosierung von 5 mg, 10 mg und 15 mg) und eine Gruppe erhielt ein Plazebo.
Nach 72 Wochen konnten die Teilnehmenden durchschnittlich folgende Ergebnisse verzeichnen [3]:
- Bei wöchentlich 5 mg: 15 % Gewichtsverlust im Vergleich zum Ausgangsgewicht
- Bei wöchentlich 10 mg: 19,5 % Gewichtsverlust im Vergleich zum Ausgangsgewicht
- Bei wöchentlich 15 mg: 20,9 % Gewichtsverlust im Vergleich zum Ausgangsgewicht
- In der Plazebo-Gruppe: 3,1 % Gewichtsverlust im Vergleich zum Ausgangsgewicht.
Zusätzlich konnten die Teilnehmenden, die Tirzepatid erhielten, durchschnittlich 33,9 % an Körperfettmasse verlieren. Die Teilnehmenden in der Plazebo-Gruppe verzeichneten einen Verlust von 8,2 % [3].
Aber denk immer daran: Jeder Körper reagiert anders auf eine Behandlung mit einem Abnehmmedikament. Während sich bei einigen schnell deutlich sichtbare Ergebnisse einstellen, können diese bei anderen weniger deutlich ausfallen.
Wie schnell wirkt Tirzepatid?
Bei einer Behandlung mit Tirzepatid verbleibt Nahrung länger in deinem Magen. Dadurch kannst du bereits innerhalb weniger Wochen nach Beginn der Behandlung weniger Hunger verspüren. Viele Anwender:innen können schon nach ein paar Wochen einen ersten Gewichtsverlust von 4–6 % verzeichnen. Nach etwa 72 Wochen stellt sich in der Regel ein Plateau ein: Ab diesem Punkt stagniert die Gewichtsabnahme und das Gewicht pendelt sich ein [3].
Wie schnell und wie deutlich der Gewichtsverlust individuell aussieht, lässt sich jedoch nicht vorhersagen.
Welche Nebenwirkungen können bei Tirzepatid auftreten?
Tirzepatid wirkt sich auf den Verdauungstrakt aus, indem es die Magenentleerung verlangsamt. Dadurch betreffen auch viele der möglichen Nebenwirkungen den Magen-Darm-Bereich. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören unter anderem [1]:
- Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Aufstoßen oder Erbrechen
- Verminderter Appetit
- Erschöpfung
- Erhöhte Herzfrequenz
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- Unterzuckerung
Insgesamt sind die Nebenwirkungen mit denen von GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid (Wirkstoff in Wegovy®) vergleichbar.
Abgesehen von diesen Nebenwirkungen kann es bei der Behandlung mit Tirzepatid auch zu Wechselwirkungen kommen. Das bedeutet, dass sich der Wirkstoff darauf auswirken kann, wie andere Medikamente wirken oder vom Körper aufgenommen werden.
Wenn du parallel zu Tirzepatid weitere orale Medikamente einnimmst, kann es durch die verzögerte Magenentleerung dazu kommen, dass diese nicht so gut oder nur verringert in den Blutkreislauf übergehen können [1]. Sprich am besten mit einer ärztlichen Fachkraft, um herauszufinden, ob die Dosis deiner Medikamente angepasst werden muss.
Besonders vorsichtig solltest du außerdem sein, wenn du die Antibabypille einnimmst. Auch hier kann sich die verzögerte Magenentleerung auf die Wirksamkeit des oralen Verhütungsmittels auswirken. Damit du auch während deiner Behandlung mit Tirzepatid ausreichend geschützt bist, solltest du deshalb auf Nummer sicher gehen und während der Behandlungsdauer zusätzlich eine Barrieremethode (z. B. Kondome) anwenden [4].
Wie lange halten die Nebenwirkungen an?
Vor allem zu Beginn deiner Behandlung oder bei einer Dosiserhöhung kann es zu Nebenwirkungen kommen. Dein Körper braucht erst einmal etwas Zeit, um sich an die Veränderungen anzupassen. Mit der Zeit gewöhnt er sich an die Behandlung – das ist auch der Zeitpunkt, an dem viele Nebenwirkungen ganz von allein nachlassen. Wenn dich die Nebenwirkungen stark belasten oder du unsicher bist, solltest du das mit einer ärztlichen Fachkraft abklären.
Achtung: Solltest du starke, anhaltende Bauchschmerzen haben, die bis in den Rücken ausstrahlen, oder Symptome einer schweren allergischen Reaktion bemerken (z. B. Schluckbeschwerden, Atemprobleme oder Schwellung der Lippen, Zunge oder des Rachens), können dies Anzeichen für einen medizinischen Notfall sein. Dann solltest du sofort die 112 wählen [5].
Für wen ist Tirzepatid nicht geeignet?
Auch wenn du die BMI-Voraussetzungen erfüllst, ist es möglich, dass eine Behandlung mit Tirzepatid nicht sicher für dich ist. Deine persönlichen körperlichen Gegebenheiten und medizinische Vorgeschichte sind ausschlaggebend dafür, ob Tirzepatid für dich infrage kommt.
Folgende Faktoren können unter anderem eine Behandlung mit Tirzepatid ausschließen [1]:
- Eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Wenn du schwanger bist oder schwanger werden möchtest
- Wenn du stillst
Darüber hinaus wurde in Tierstudien beobachtet, dass Tirzepatid zu einer Zunahme von C-Zell-Tumoren der Schilddrüse führen kann. Dieses Risiko wurde bei Menschen bisher zwar noch nicht nachgewiesen; zur Sicherheit der Patient:innen sollte Tirzepatid deshalb jedoch nicht angewendet werden, wenn eine Person in der Vergangenheit an einem medullären Schilddrüsenkarzinom (kurz MTC) oder multipler endokriner Neoplasie Typ 2 (MEN 2) erkrankt war oder eine solche Erkrankung in der Familie vorlag [6].
Weitere Informationen zu Kontraindikationen findest du in der Mounjaro® Packungsbeilage. Wende dich bei Fragen oder Bedenken an eine ärztliche Fachkraft.
Tirzepatid vs. Semaglutid: Was ist der Unterschied?
Tirzepatid und Semaglutid haben viele Gemeinsamkeiten – aber auch einige Unterschiede.
Wo ist Tirzepatid in Deutschland erhältlich?
Ohne eine ärztliche Verschreibung ist Tirzepatid in Deutschland nicht erhältlich. Das heißt, du bekommst Mounjaro® (das Medikament, das diesen Wirkstoff enthält) nur dann ausgehändigt, wenn du ein Rezept hast. Dafür musst du einige Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel im Hinblick auf den BMI und etwaige Vorerkrankungen. In einem Gespräch mit einer ärztlichen Fachkraft wird geprüft, ob die Behandlung für dich geeignet ist.
Alternativ ist Tirzepatid auch über telemedizinische Anbieter:innen erhältlich. Das sind spezielle Online-Shops, die die erforderliche medizinische Konsultation mit dir durchführen – dafür musst du nicht einmal das Haus verlassen. Achte jedoch unbedingt darauf, ausschließlich Online-Anbieter:innen mit dem EU-weiten Sicherheitslogo für Online-Apotheken zu nutzen. Ohne dieses Sicherheitslogo ist nicht sichergestellt, dass die Produkte echt sind und die korrekte Dosis enthalten.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Tirzepatid?
Eine der häufigsten Fragen rund um Abnehmmedikamente ist, ob man sich als krankenversicherte Person das Geld für die Behandlung von der Krankenkasse zurückholen kann – und die Antwort ist ernüchternd.
Abnehmmedikamente werden als Lifestyle-Arzneimittel eingestuft, die sich vorrangig auf die Erhöhung der Lebensqualität konzentrieren. Konkret bedeutet das für dich: Die Krankenkasse übernimmt grundsätzlich nicht die Kosten für Abnehmbehandlungen mit Tirzepatid [9].
Gute Nachrichten gibt es für alle, die Tirzepatid zur Behandlung von Typ-2-Diabetes nutzen: In diesem Fall ist das Medikament voll erstattungsfähig [10].
Häufig gestellte Fragen
Darf man während der Behandlung mit Tirzepatid Alkohol trinken?
Zwar gibt es kein explizites Alkoholverbot, aber Alkohol kann die Nebenwirkungen von Tirzepatid verstärken. Vor allem übermäßiger Alkoholkonsum kann zum Beispiel das Risiko für eine Unterzuckerung oder Dehydrierung steigern. Sprich am besten mit einer ärztlichen Fachkraft, wenn du dir unsicher bist.
Was passiert, wenn man Tirzepatid absetzt?
Nach dem Absetzen ist es möglich, dass dein Hungergefühl wieder zunimmt und du mehr isst. Auch dein Blutzuckerspiegel kann instabiler werden. Dadurch kann es vorkommen, dass du einen Teil des abgenommenen Gewichts wieder zunimmst. Deshalb ist es umso wichtiger, bereits während der Behandlung gesunde Lebensstiländerungen umzusetzen, um das erreichte Gewicht auch langfristig halten zu können.
Ist Tirzepatid für die langfristige Einnahme vorgesehen?
Ja, denn Adipositas und Übergewicht erfordern eine langfristige Therapie. Erste Ergebnisse zeigen sich zwar häufig schon nach wenigen Wochen, spürbare Effekte jedoch oft erst nach mehreren Monaten mit steigender Dosis, Ernährungsumstellung und regelmäßigem Sport. Bei einer Unterbrechung der Behandlung bzw. nach dem Absetzen kann es wieder zu einer Gewichtszunahme kommen. Ob und wie lange eine Behandlung für dich sinnvoll ist, entscheidest du gemeinsam mit einer ärztlichen Fachkraft.
Kann Tirzepatid mit anderen Medikamenten kombiniert werden?
Bei einer Kombination von Tirzepatid mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin steigt das Risiko für eine schwere Unterzuckerung. Wenn du ein Medikament nimmst, das besonders genau dosiert werden muss (z. B. Warfarin oder Digoxin), wird eine ärztliche Überwachung empfohlen [11].
Wirkt sich Tirzepatid auf die Antibabypille aus?
Tirzepatid hat keine direkte Wechselwirkung mit der Antibabypille. Durch die verlangsamte Magenentleerung ist es jedoch möglich, dass das orale Verhütungsmittel nicht wie gewohnt wirkt. Wenn du schwanger werden kannst, solltest du während deiner Behandlung mit Tirzepatid deshalb zusätzlich eine Barrieremethode (z. B. Kondome) nutzen.
Wie sollte man sich während einer Behandlung mit Tirzepatid ernähren?
Das Wichtigste während einer Behandlung mit Tirzepatid ist eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung mit moderatem Kaloriendefizit, das du am besten gemeinsam mit einer ärztlichen Fachkraft oder im Rahmen einer Ernährungsberatung auf dich abstimmst. Achte auf fettarme und leicht gewürzte Speisen und nimm am besten kleinere Portionen über den Tag verteilt zu dir, um Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Sodbrennen nicht zu verstärken. Mit ausreichend Flüssigkeit und Ballaststoffen kannst du außerdem Verstopfung vorbeugen.
Funktioniert Tirzepatid auch, wenn man nur leichtes Übergewicht hat?
Tirzepatid wurde speziell für Menschen mit Adipositas (BMI ab 30) oder Übergewicht mit einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung (BMI ab 27) zugelassen. Bei leichterem Übergewicht wird das Nutzen-Risiko-Verhältnis anders bewertet. Ärztliche Fachkräfte setzen deshalb außerhalb dieser BMI-Grenzen üblicherweise auf andere Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und Bewegung, statt auf eine medikamentöse Behandlung.
Was sollte man tun, wenn man vergessen hat, eine Dosis zu verabreichen?
Wenn seit der geplanten Anwendung nicht mehr als 4 Tage vergangen sind, kannst du die Injektion nachholen, sobald es dir einfällt. Die nächste Dosis verabreichst du dann wie geplant am nächsten Anwendungstag. Wenn seit der geplanten Anwendung mehr als 4 Tage vergangen sind, solltest du die Dosis auslassen. Die nächste Dosis verabreichst du dann am nächsten geplanten Anwendungstag. Verdopple auf keinen Fall auf eigene Faust die Dosis, um eine vergessene Dosis nachzuholen [12].
Image credit: Pexels
Diese Informationen dienen nur der allgemeinen Orientierung und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer eine qualifizierte medizinische Fachperson.
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