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Ernährung mit Wegovy® und Mounjaro®: So unterstützt du deine Behandlung

Weniger Hunger bedeutet nicht weniger Nährstoffe. So versorgst du deinen Körper während der Behandlung optimal.

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Auf einen Blick

  • Wegovy® und Mounjaro® reduzieren deinen Appetit. Dein Bedarf an Protein, Vitaminen und anderen wichtigen Nährstoffen bleibt jedoch unverändert.
  • Konzentriere dich darum auf nährstoffreiche Lebensmittel und regelmäßige Mahlzeiten, damit dein Körper trotz kleinerer Portionen gut versorgt bleibt.
  • Protein spielt eine besonders wichtige Rolle, um deine Muskelmasse während der Gewichtsabnahme möglichst zu erhalten.
  • Ausreichend Wasser und abwechslungsreiche Mahlzeiten helfen dir, deinen Energie- und Nährstoffbedarf zu decken.
  • Während der Behandlung kommt es weniger darauf an, wieviel du isst, sondern wie gut deine Mahlzeiten deinen Körper versorgen.
  • Kleine Veränderungen, die du langfristig in deinen Alltag integrierst, sind besser für deine Behandlung als strenge Regeln oder Verbote.

Mit Wegovy® oder Mounjaro® verändert sich dein Appetit: du wirst schneller satt, denkst seltener ans Essen und merkst, dass dir deutlich kleinere Portionen reichen.[1] Was zuerst wie eine große Erleichterung klingt, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich: Wie versorgst du deinen Körper weiterhin mit allem, was er braucht, wenn du automatisch weniger isst?

Genau darum spielt Ernährung während der Behandlung eine sehr wichtige Rolle. Auch wenn dein Hunger kleiner wird, braucht dein Körper weiterhin ausreichend Eiweiß, Energie, Vitamine und Mineralstoffe. [2] Mit kleineren Portionen und weniger Kalorien zählt deshalb nicht nur, wie viel du isst, sondern vor allem, was du isst. [2]

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deinen Körper während der Behandlung optimal versorgst. Du lernst, wie du trotz wenig Appetit ausreichend Eiweiß und andere wichtige Nährstoffe aufnimmst, welche Strategien deinen Essalltag erleichtern und wie du deine Muskelmasse während der Gewichtsabnahme möglichst erhalten kannst.

Warum deine Ernährung während der Behandlung wichtiger wird

Wegovy® und Mounjaro® helfen dir, weniger Hunger zu verspüren und schneller satt zu werden. Dadurch werden deine Portionen wahrscheinlich ganz von selbst kleiner. [1]Das bedeutet jedoch nicht, dass dein Körper auch weniger Nährstoffe braucht. Dein Bedarf an Eiweiß, Energie, Vitaminen, Mineralstoffen und anderen wichtigen Nährstoffen bleibt bestehen. [2] Wenn du insgesamt weniger isst, wird jede Mahlzeit wichtiger. [2]

Vor der Behandlung geht es den meisten vor allem darum, weniger zu essen. Während der Behandlung geht es für dich darum, deinen Körper mit kleineren Portionen trotzdem optimal zu versorgen. Das gelingt am besten mit Lebensmitteln, die viele wichtige Nährstoffe liefern und dich dabei unterstützen, deine Behandlung langfristig erfolgreich fortzuführen. [2][3]

Eine ausgewogene Ernährung unterstützt nicht nur deine Gewichtsabnahme. Sie hilft dir dabei, Muskelmasse zu erhalten, deine Energieversorgung aufrechtzuerhalten und deinen Körper während der gesamten Behandlung gut zu versorgen. [3][4]

So bekommst du genug Energie trotz wenig Appetit

Weniger Hunger ist eine der häufigsten Veränderungen während der Behandlung mit Wegovy® oder Mounjaro®. Du ist fast automatisch kleinere Portionen oder merkst erst spät, dass du eine Mahlzeit ausgelassen hast. [1] Auch wenn sich das zuerst ungewohnt anfühlt, musst du dich nicht zum Essen zwingen. Viel wichtiger ist es, die Mahlzeiten, die du isst, sinnvoll zusammenzustellen.

Vielen Menschen fällt es leichter, mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag zu verteilen, statt weiter große Portionen zu essen. Eine sinnvolle Vorgehensweise: denn so kannst du deinen Körper kontinuierlich mit Energie und wichtigen Nährstoffen versorgen, ohne dich nach dem Essen übermäßig voll zu fühlen. [2][3]

Versuche also, regelmäßige Mahlzeiten beizubehalten, auch wenn dein Hungergefühl schwächer geworden ist. Wer dauerhaft deutlich zu wenig isst, riskiert Unterversorgung: das heißt nicht ausreichend Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen.  Konzentriere dich darum auf Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Gemüse, Obst und eiweißreiche Milchprodukte oder pflanzliche Alternativen. [5]

Warum Eiweiß jetzt besonders wichtig ist

Wenn du während der Behandlung weniger isst, ist es besonders wichtig, deinen Proteinbedarf im Blick zu behalten. Nicht weil dein Körper nun plötzlich deutlich mehr Eiweiß braucht, sondern weil es mit kleineren Portionen schwieriger wird, genügend Protein aufzunehmen. [6][7]

Eiweiß unterstützt den Erhalt deiner Muskelmasse während der Gewichtsabnahme. Das ist wichtig, denn das Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist nicht nur, Gewicht zu verlieren, sondern möglichst Körperfett abzubauen und gleichzeitig Muskelmasse zu erhalten. [7][8]

Versuche darum, möglichst jede Mahlzeit mit einer guten Proteinquelle zu kombinieren: Eier, griechischer Joghurt, Skyr, Magerquark, Hüttenkäse, Fisch, Hülsenfrüchte, Tofu oder mageres Fleisch. Wenn große Mahlzeiten wegfallen, können kleinere eiweißreiche Snacks eine gute Möglichkeit sein, um deinen Bedarf über den Tag verteilt zu decken. [7]

Die meisten Menschen können ihren Proteinbedarf über eine abwechslungsreiche Ernährung decken. Falls dir das wegen deines geringen Appetits schwerfällt, sprich mit deinem Behandlungsteam oder deiner Ärzt:in. Gemeinsam könnt ihr überlegen, welche Lösungen für dich sinnvoll sind.

So versorgst du deinen Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen

Wenn du weniger isst, nimmst du automatisch auch weniger Vitamine, Mineralstoffe und andere wichtige Nährstoffe auf. [2][5] Deshalb lohnt es sich, die Lebensmittel, die auf deinem Teller landen, bewusst auszuwählen. Versuche, möglichst abwechslungsreich zu essen und verschiedene Lebensmittelgruppen miteinander zu kombinieren. 

Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte sowie Milchprodukte oder pflanzliche Alternativen liefern viele wichtige Nährstoffe und ergänzen eiweißreiche Lebensmittel sinnvoll. [2][5] Greife bei Brot, Nudeln oder Reis möglichst zur Vollkornvariante. So nimmst du mehr Ballaststoffe und auch zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe auf. [5]

Auch gesunde Fette gehören zu einer ausgewogenen Ernährung. Lebensmittel wie Avocados, Nüsse, Samen, Rapsöl oder natives Olivenöl liefern dir wichtige Energie und unterstützen deinen Körper dabei, fettlösliche Vitamine aufzunehmen. [2][5] Es geht dabei nicht darum, jede Mahlzeit perfekt zusammenzustellen. Viel wichtiger ist es, über den Tag und die Woche verteilt für Abwechslung zu sorgen. So wird es leichter, deinen Nährstoffbedarf trotz kleinerer Portionen zu decken. [2][3]

Wenn du dir Sorgen machst, nicht ausreichend Nährstoffe aufzunehmen oder wegen deines geringen Appetits dauerhaft nur sehr wenig essen kannst, sprich mit deinem Behandlungsteam oder deiner Ärzt:in.

So kannst du auch bei Übelkeit oder wenig Appetit genug essen

Gerade zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung kann es vorkommen, dass dir das Essen schwerfällt. Viele berichten von Übelkeit, einem frühen Sättigungsgefühl oder dem Gefühl, schon nach wenigen Bissen genug gegessen zu haben.

In dieser Phase können viele kleinere Mahlzeiten besser sein als wenige große. Nimm dir Zeit zum Essen, iss langsam und höre auf deinen Körper. Leicht verdauliche Lebensmittel wie Toast, Reis, Cracker oder klare Suppen werden von vielen Menschen besser vertragen und können helfen, wenn dir übel ist. [2]

Auch regelmäßiges Trinken bleibt wichtig. Trinke über den Tag verteilt lieber immer wieder kleine Mengen statt große Mengen auf einmal. Wasser ist die beste Wahl. Ungesüßter Tee eignet sich ebenfalls gut. [2][5] Wenn Getränke während der Mahlzeiten schnell ein Völlegefühl auslösen, kann es helfen, den Großteil deiner Flüssigkeit zwischen den Mahlzeiten aufzunehmen. [2]

Wenn Übelkeit oder andere Beschwerden dazu führen, dass du über längere Zeit kaum essen oder trinken kannst, sprich mit deinem Behandlungsteam oder deiner Ärzt:in. Gemeinsam könnt ihr Lösungen dafür finden. Weitere Informationen zum Umgang mit Übelkeit, Müdigkeit oder Verdauungsbeschwerden findest du in unseren Ratgebern.

Warum Bewegung genauso wichtig ist wie Protein

Während des Abnehmens verliert dein Körper nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse. [7][8] Ziel der Behandlung ist es darum, nicht nur Gewicht zu verlieren, sondern möglichst viel Muskulatur zu erhalten. [7][8]  Eiweiß spielt dabei eine wichtige Rolle. Genauso wichtig sind aber regelmäßige Bewegung und Sport. Beides unterstützt deinen Körper dabei, deine Muskelmasse möglichst zu erhalten.

Du musst dafür kein intensives Trainingsprogramm starten. Schon regelmäßige Bewegung im Alltag und Krafttraining können helfen, deine Muskelmasse während der Gewichtsabnahme zu erhalten. [7][8] Wähle eine Form der Bewegung, die wirklich zu deinem Fitnesslevel passt und sich langfristig in deinen Alltag integrieren lässt. 

Wenn du unsicher bist, wie du Bewegung und Ernährung während der Behandlung am besten kombinierst, kann dich dein Behandlungsteam oder deine Ärzt:in dabei unterstützen. Mehr Tipps findest du auch in unserem Ratgeber zum Thema Bewegung während der Behandlung.

Häufige Fehler während der Behandlung

Die Behandlung kann deinen Alltag deutlich verändern. Genau darum lohnt es sich, auf die folgenden typischen Fehler zu achten.

Zu wenig essen: Weniger Hunger bedeutet nicht, dass dein Körper weniger Energie und Nährstoffe braucht. Wenn du dauerhaft zu wenig isst, riskierst du eine unzureichende Versorgung deines Körpers mit Eiweiß, Vitaminen und wichtigen Mineralstoffen. [2][3]

Zu wenig Protein: Wenn die Portionen kleiner werden, fällt Eiweiß oft unbewusst vom Speiseplan. Versuche darum, möglichst jede einzelne Mahlzeit mit einer guten Proteinquelle zu kombinieren. [6][7]

Zu wenig trinken: Bei wenig Appetit vergessen viele Menschen auch, ausreichend zu trinken.Trinke darum regelmäßig über den Tag verteilt Wasser, auch wenn du keinen Durst hast. [2][5]

Zu wenig Abwechslung: Wenn du nur wenige Lebensmittel gut verträgst, kann deine Ernährung schnell eintönig werden. Versuche daher, nach und nach wieder mehr Abwechslung in deinen Speiseplan zu bringen, damit dein Körper möglichst viele verschiedene Nährstoffe erhält. Wechsle regelmäßig zwischen verschiedenen Gemüse-, Obst-, Vollkorn- und Eiweißquellen. [5]

Sich nur auf das Hungergefühl verlassen: Während der Behandlung ist dein Hungergefühl weniger zuverlässig als früher. [1] Regelmäßige, fest eingeplante Mahlzeiten werden dir helfen, deinen Körper trotzdem ausreichend zu versorgen. [2][3]

Denk daran: Eine ausgewogene Ernährung muss nicht perfekt sein. Kleine, realistische Veränderungen lassen sich oft leichter langfristig umsetzen und unterstützen deine Behandlung besser als strenge Regeln oder Verbote. [2]

Das Wichtigste auf einen Blick

Eine Behandlung mit Wegovy® oder Mounjaro® verändert nicht nur dein Hungergefühl, sondern auch deinen Ernährungsalltag. [1] Kleinere Portionen bedeuten nicht, dass dein Körper weniger Nährstoffe braucht. Im Gegenteil: Jede Mahlzeit wird umso wichtiger.[2]

Achte darum besonders auf ausreichend Eiweiß bzw. Protein, nährstoffreiche Lebensmittel, regelmäßige Mahlzeiten und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. [2][5][6] Gemeinsam mit Bewegung und Krafttraining unterstützt eine ausgewogene Ernährung deine Gewichtsabnahme und hilft dir dabei, deinen Körper während der Behandlung bestmöglich zu versorgen. [7][8]

Denk immer daran: Perfektion ist nicht das Ziel. Kleine Veränderungen, die sich dauerhaft in deinen Alltag integrieren lassen, sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg.[2]

Prüfe in nur wenigen Minuten deine Eignung. Eine Ärzt:in wird dabei deine Angaben auswerten und begleitet dich später bei medizinischer Eignung auf deinem Weg.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich während der Behandlung eine spezielle Diät machen?

Nein. Es gibt keine spezielle Ernährungsform, die während einer Behandlung mit Wegovy® oder Mounjaro® vorgeschrieben ist. Entscheidend ist, dass du deinen Körper trotz kleinerer Portionen weiterhin ausreichend mit Protein, Energie, Vitaminen und Mineralstoffen versorgst. [2][3][5][6] Eine abwechslungsreiche, nährstoffreiche Ernährung unterstützt dich dabei am besten. [2][5]

Welche Lebensmittel sind besonders gut für mich?

Es gibt keine einzelnen Lebensmittel, die während der Behandlung Pflicht sind. Besonders hilfreich sind jedoch Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte. [2][3][5] Gute Eiweißquellen sind unter anderem Skyr, Magerquark, Hüttenkäse, Eier, Hülsenfrüchte, Tofu und Fisch. [5][6]  Ergänze sie möglichst mit Gemüse, Vollkornprodukten und einer kleinen Portion gesunder Fette wie Nüssen oder pflanzlichen Ölen. So nimmst du auch mit kleineren Portionen viele wichtige Nährstoffe zu dir. [2][5]

Soll ich nun auch Proteinshakes trinken?

Nicht unbedingt. Die meisten Menschen können ihren Eiweißbedarf über eine ausgewogene Ernährung decken. [6][7] Wenn dir das Essen aber wegen deines geringen Appetits schwerfällt, können Proteinshakes im Einzelfall eine sinnvolle Ergänzung sein. [7]  Sie können jedoch eine abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen. Wenn du unsicher bist, sprich lieber mit deinem Behandlungsteam oder deiner Ärzt:in.

Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel?

Nicht zwangsläufig. Viele können ihren Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen über eine ausgewogene Ernährung decken. [2][5] Wenn du über längere Zeit sehr wenig isst oder dir Sorgen um deine Nährstoffversorgung machst, sprich mit deinem Behandlungsteam oder deiner Ärzt:in. Gemeinsam findet ihr die richtige Lösung für dich.

Kann ich Alkohol trinken?

Grundsätzlich solltest du während der Behandlung möglichst wenig Alkohol trinken. Alkohol liefert zusätzliche Kalorien, kann Nebenwirkungen wie Übelkeit verstärken und es schwieriger für dich machen, ausreichend nährstoffreiche Lebensmittel aufzunehmen. [9] Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen grundsätzlich, keinen oder möglichst wenig Alkohol zu trinken. [9]  Wenn du dennoch Alkohol trinkst, achte darauf, ausreichend Wasser zu trinken und beobachte, wie dein Körper darauf reagiert.

Was mache ich, wenn ich kaum noch Hunger habe?

Ein geringerer Appetit gehört zu den häufigsten Wirkungen der Behandlung. [1]  Versuche trotzdem, regelmäßig zu essen und Lebensmittel zu wählen, die viel Eiweiß und wichtige Nährstoffe liefern. [2][6] Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt werden dir leichter fallen als wenige große Portionen. [2][3]  Wenn du dauerhaft kaum essen oder trinken kannst, solltest du dein Behandlungsteam oder deine Ärzt:in unbedingt informieren.

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Diese Informationen dienen nur der allgemeinen Orientierung und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer eine qualifizierte medizinische Fachperson.