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Magenverkleinerung: Schlauchmagen, Magenband und Magenbypass im Vergleich

Wenn du eine OP zur Gewichtsreduktion in Erwägung ziehst, solltest du die verschiedenen Verfahren zur Magenverkleinerung – darunter Schlauchmagen, Magenband und Magenbypass – sowie ihre Risiken und möglichen Nebenwirkungen kennen.

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Auf einen Blick

  • Abnehm-OPs reduzieren das Magenvolumen. Dadurch tritt das Sättigungsgefühl früher ein und du isst weniger.
  • Zu den drei häufigsten Verfahren gehören Schlauchmagen, Magenband und Magenbypass.
  • Kommen in der Regel bei schwerer Adipositas in Frage, wenn Ernährungsumstellung, Bewegung und andere Behandlungsansätze nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. 
  • Die OP-Kosten können unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden. Andernfalls muss die Behandlung selbst bezahlt werden. Welche Voraussetzungen gelten, erfährst du weiter unten im Ratgeber.
  • Wie jeder chirurgische Eingriff ist auch eine OP zur Magenverkleinerung mit kurz- und langfristigen Risiken verbunden – darunter Übelkeit, Infektionen, Nährstoffmängel und eine mögliche erneute Gewichtszunahme. Über alle Nebenwirkungen und Risiken werden die Patient:innen im Vorfeld in einem ärztlichen Beratungsgespräch aufgeklärt.
  • Neben einer Operation gibt es auch nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten, darunter Magenballon, endoskopische Verfahren und verschreibungspflichtige Medikamente zur Gewichtsreduktion.

Wenn Ernährungsumstellung und Bewegung langfristig nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben und dein Gewicht deine Gesundheit beeinträchtigt, kann eine Operation zur Gewichtsreduktion eine mögliche Behandlungsoption sein.

Was sind Abnehm-OPs?

Unter dem Begriff Abnehm-OPs oder Magenverkleinerung werden umgangssprachlich verschiedene Operationen zur Gewichtsreduktion zusammengefasst. Medizinisch spricht man von bariatrischer Chirurgie. Dazu gehören unter anderem Schlauchmagen, Magenband und Magenbypass. In den meisten Fällen wird dabei das Fassungsvermögen des Magens dauerhaft verkleinert. Dadurch tritt das Sättigungsgefühl früher ein und kleinere Portionsgrößen reichen aus, um satt zu werden. [1]

Bariatrische Eingriffe werden vor allem zur Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes eingesetzt. Je nach individueller Situation können sie auch bei Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Schlafapnoe oder erhöhten Cholesterinwerten infrage kommen.

Die meisten Operationen werden minimalinvasiv (laparoskopisch) durchgeführt. Dabei setzt das Operationsteam nur wenige kleine Schnitte im Bauchraum, über die feine chirurgische Instrumente und eine Kamera eingeführt werden. [2]

Je nach gewähltem Verfahren und deiner individuellen gesundheitlichen Situation – etwa bei ausgeprägter Adipositas oder anderen medizinischen Besonderheiten – kann auch eine offene Operation erforderlich sein.

Welche Arten von Operationen zur Gewichtsreduktion gibt es?

Zu den drei häufigsten Verfahren der bariatrischen Chirurgie gehören Schlauchmagen, Magenband und Magenbypass. Alle verfolgen das gleiche Ziel: die Gewichtsreduktion zu unterstützen und damit die Gesundheit langfristig zu verbessern. [3]

Die einzelnen Verfahren unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Wirkweise sowie ihrer Vor- und Nachteile. Welche Behandlung infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ärzt:innen berücksichtigen dabei unter anderem den Body-Mass-Index (BMI) sowie mögliche Begleiterkrankungen im Zusammenhang mit Übergewicht oder Adipositas.

Die folgenden Abschnitte erklären, wie die einzelnen Verfahren – Schlauchmagen, Magenband oder Magenbypass – funktionieren und worin sie sich unterscheiden.

Schlauchmagen

Beim Schlauchmagen wird der größte Teil des Magens entfernt. Der verbleibende Teil wird zu einem schmalen, schlauchförmigen Magen geformt. [4]

Dadurch verringert sich das Fassungsvermögen des Magens von etwa 2,5 Litern auf rund 200 Milliliter. Du fühlst dich bereits nach kleineren Portionen satt, was die Gewichtsreduktion unterstützen kann.

Magenband

Bei einer Magenband-Operation wird ein verstellbares Magenband um den oberen Teil des Magens gelegt. Dadurch entsteht ein kleiner oberer Magenanteil und ein größerer unterer Magenanteil. [3] 

Das Magenband verlangsamt die Passage der Nahrung in den unteren Teil des Magens. Dadurch tritt das Sättigungsgefühl bereits nach kleineren Portionen ein.

Magenbypass

Ein Magenbypass ist ein größerer chirurgischer Eingriff, bei dem der Verdauungstrakt dauerhaft verändert wird. Dabei wird der Magen verkleinert und die Aufnahme von Nährstoffen im Dünndarm beeinflusst. [4]

Der obere Teil des Magens wird abgetrennt und ein kleiner Magenpouch wird gebildet. Dieser wird direkt mit einem tiefer gelegenen Abschnitt des Dünndarms verbunden. Dadurch kann weniger Nahrung aufgenommen werden, da der größte Teil des Magens und ein Abschnitt des Dünndarms nicht mehr am normalen Verdauungsweg beteiligt sind.

Wie bei allen chirurgischen Eingriffen gibt es auch bei Operationen zur Gewichtsreduktion mögliche Risiken. Da diese Verfahren den Magen und das Verdauungssystem dauerhaft verändern, sollten Nutzen und Risiken immer gemeinsam mit Ärzt:innen abgewogen werden.

Was kostet eine Abnehm-OP?

Die Kosten einer Abnehm-OP hängen vom gewählten Verfahren, der behandelnden Klinik und deiner individuellen Situation ab.

Unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen können die Kosten für eine bariatrische Operation von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden. Dazu zählen in der Regel ein hoher BMI, Begleiterkrankungen sowie der Nachweis, dass andere Behandlungsansätze – darunter eine ärztlich begleitete Ernährungs- und Bewegungstherapie und gegebenenfalls Medikamente – langfristig nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben.

Ob die Kosten übernommen werden, wird immer im Einzelfall von den Ärzt:innen und der Krankenkasse geprüft. Werden die Voraussetzungen nicht erfüllt, muss die Behandlung privat bezahlt werden.

Voraussetzungen für eine Abnehm-OP

Ob eine Operation zur Gewichtsreduktion infrage kommt, hängt vor allem vom BMI und weiteren medizinischen Faktoren ab. Menschen mit schwerer Adipositas gelingt es häufig nicht, ihr Gewicht allein durch Ernährungsumstellung und Bewegung dauerhaft zu reduzieren. In diesen Fällen kann eine bariatrische Operation dazu beitragen, das Körpergewicht zu senken und das Risiko für Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes zu verringern. Ob eine Operation empfohlen wird, richtet sich außerdem nach bestehenden Begleiterkrankungen und dem bisherigen Behandlungserfolg.

In der Regel kommt eine bariatrische Operation unter folgenden Voraussetzungen infrage [3]:

  • Ein BMI von 40 oder höher
  • Ein BMI zwischen 35 und 39,9 in Verbindung mit einer oder mehreren adipositasbedingten Begleiterkrankungen
  • Konservative Behandlungsansätze wie Ernährungsumstellung, Bewegung und gegebenenfalls medikamentöse Therapien haben langfristig nicht den gewünschten Erfolg gebracht
  • Die Bereitschaft, auch nach der Operation an regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen teilzunehmen und empfohlene Lebensstiländerungen langfristig umzusetzen

Welche Nebenwirkungen gibt es bei einer Abnehm-OP?

Wie jeder chirurgische Eingriff ist auch eine Operation zur Gewichtsreduktion mit Risiken und möglichen Nebenwirkungen verbunden. Sie sollten bei der Entscheidung für oder gegen einen operativen Eingriff sorgfältig berücksichtigt werden.

Zu den häufigsten kurzfristigen Nebenwirkungen und Komplikationen zählen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Sodbrennen
  • Wundinfektionen
  • Risiken im Zusammenhang mit der Narkose
  • Blutungen
  • Undichtheiten an Magen oder Dünndarm
  • Blutgerinnsel

Einige dieser Nebenwirkungen und Komplikationen können schwerwiegend sein und spielen bei der Entscheidung für oder gegen eine Operation zur Gewichtsreduktion eine wichtige Rolle. 

Gibt es langfristige Nebenwirkungen und Risiken bei einer Abnehm-OP?

Auch langfristig können nach einer bariatrischen Operation Risiken und Komplikationen auftreten. Einige davon stehen im Zusammenhang mit den anatomischen Veränderungen des Verdauungssystems oder der Gewichtsabnahme selbst. Dazu gehören unter anderem:

  • Dumping-Syndrom: Durch eine beschleunigte Magenentleerung kann es nach dem Essen zu Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Schwindel oder Müdigkeit kommen. [5]
  • Anhaltend niedriger Blutzuckerspiegel
  • Mangelernährung: Nach einer bariatrischen Operation kann die Aufnahme wichtiger Vitamine und Mineralstoffe erschwert werden. [6]
  • Magengeschwüre
  • Hernien (Eingeweidebrüche)
  • Darmverschluss
  • Verrutschen des Magenbandes, was unter anderem Sodbrennen und Erbrechen verursachen kann. [6]
  • Überschüssige Haut

Auch eine erneute Gewichtszunahme ist nach einer bariatrischen Operation möglich. Zwar begrenzen viele Verfahren die Nahrungsaufnahme, sie beseitigen jedoch nicht zwangsläufig die Ursachen einer Gewichtszunahme. Deshalb gehören langfristige Nachsorge sowie eine nachhaltige Ernährungs- und Lebensstiländerung zu den wichtigen Bestandteilen der Behandlung.

Eine Studie zeigte, dass 50 % der Patient:innen nach einer Magenbypass-Operation innerhalb von 24 Monaten wieder an Gewicht zunahmen. Dabei handelt es sich in der Regel um eine teilweise Gewichtszunahme nach der anfänglichen Gewichtsabnahme und nicht um eine vollständige Rückkehr zum Ausgangsgewicht oder einen automatischen Hinweis darauf, dass die Operation nicht erfolgreich war. Bei Menschen mit sehr schwerer Adipositas fiel die erneute Gewichtszunahme noch höher aus und das Risiko ausbleibender Behandlungserfolge war ebenfalls erhöht.

In manchen Fällen können weitere Operationen erforderlich sein, beispielsweise um Komplikationen zu behandeln. Mit jedem zusätzlichen chirurgischen Eingriff können jedoch auch weitere Risiken verbunden sein.

Wie erfolgreich sind Abnehm-OPs?

Die Erfolgsaussichten einer bariatrischen Operation hängen von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem davon, wie viel Gewicht durch den Eingriff verloren wird und wie gut das erreichte Gewicht langfristig gehalten werden kann.

Die folgenden Werte zeigen durchschnittliche Ergebnisse der am häufigsten durchgeführten Verfahren [9]:

  • Magenbypass: 60-70%
  • Schlauchmagen: 50-60%
  • Magenband: 50%

Eine Studie zur Erfolgsrate bariatrischer Operationen ergab, dass 50 % der Patient:innen nach einer Magenbypass-Operation innerhalb von 24 Monaten wieder an Gewicht zunahmen. [7]

Dieselbe Studie zeigte außerdem, dass eine erneute Gewichtszunahme oder gar ein ausbleibender Behandlungserfolg bei Menschen mit Adipositas und schwerer Adipositas häufiger vorkamen [7], was bei der Erwartungshaltung an langfristige Behandlungserfolge einer Abnehm-OP bedacht werden sollte.

Wie nachhaltig ist der Gewichtsverlust nach einer Abnehm-OP?

Eine bariatrische Operation kann zu einer deutlichen Gewichtsabnahme führen, führt jedoch nicht bei allen Patient:innen langfristig zum gleichen Ergebnis.

Die Eingriffe können dabei helfen, schneller ein Sättigungsgefühl zu erreichen und dadurch kleinere Portionen zu essen. Dies kann insbesondere in der ersten Zeit nach dem Eingriff zu einer deutlichen Gewichtsabnahme führen. Im weiteren Verlauf kann es jedoch wieder zu einer gewissen Gewichtszunahme kommen. Das ist nach einer bariatrischen Operation nicht ungewöhnlich und bedeutet nicht automatisch, dass der Eingriff erfolglos war. Die Operation allein kann jedoch nicht alle Faktoren beeinflussen, die ursprünglich zur Gewichtszunahme beigetragen haben.

Um das erreichte Gewicht langfristig zu halten, sind nach einer bariatrischen Operation auch Veränderungen des Lebensstils wichtig, beispielsweise regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Eine langfristige Gewichtsstabilisierung kann herausfordernd sein, da nachhaltige Veränderungen im Alltag nicht immer einfach umzusetzen sind.

In manchen Fällen sind weitere Operationen notwendig, um den ursprünglichen Eingriff zu korrigieren. Jeder weitere bariatrische Eingriff kann jedoch mit zusätzlichen Risiken und möglichen gesundheitlichen Belastungen verbunden sein.

Nicht-operative Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion

Eine bariatrische Operation kann für manche Menschen eine geeignete Behandlungsoption sein – sie ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit. Daneben gibt es verschiedene nicht-operative und weniger invasive Verfahren, die eine Gewichtsabnahme unterstützen können.

Endoskopische Sleeve-Gastroplastik (ESG)

Die endoskopische Sleeve-Gastroplastik (ESG) ist ein vergleichsweise neues, nicht-operatives Verfahren zur Magenverkleinerung. Dabei wird ein Endoskop mit einer Kamera und einem Nahtsystem über die Speiseröhre in den Magen eingeführt [8].

Mit dem Nahtsystem wird der Magen von innen verkleinert, sodass er weniger Nahrung aufnehmen kann. Das Verfahren kann bei Bedarf rückgängig gemacht werden.

Magenballon

Der Magenballon ist ein nicht-operatives Verfahren. Dabei wird ein Ballon über die Speiseröhre in den Magen eingeführt [8] und anschließend mit einer Kochsalzlösung gefüllt. Dadurch nimmt der Ballon einen Teil des Magenvolumens ein. Das Sättigungsgefühl tritt früher ein, wodurch in der Regel weniger Nahrung aufgenommen wird.

Abnehmspritzen

Abnehmspritzen wie Mounjaro® (Tirzepatid) und Wegovy® (Semaglutid) verlangsamen die Magenentleerung und reduzieren das Hungergefühl. Dadurch tritt das Sättigungsgefühl früher ein und hält länger an, sodass in der Regel weniger gegessen wird. Die Medikamente werden einmal wöchentlich injiziert und können in Kombination mit Lebensstiländerungen und einer medizinischen Begleitung eine langfristige Gewichtsabnahme unterstützen. Eine wöchentliche Injektion kann zunächst ungewohnt sein. Die Anwendung ist jedoch einfach und wird von vielen Patient:innen nach kurzer Zeit als gut in den Alltag integrierbar empfunden.

Tabletten zur Gewichtsreduktion

Tabletten zur Gewichtsreduktion, wie beispielsweise die orale Form von Wegovy® (Semaglutid), wirken ähnlich wie GLP-1-Injektionen. Sie regulieren das Hungergefühl und verlangsamen die Magenentleerung, sodass das Sättigungsgefühl länger anhält. Im Gegensatz zu Abnehmspritzen werden sie täglich eingenommen. Dadurch ist eine konsequente tägliche Einnahme erforderlich. Für Menschen, die keine Injektionen anwenden möchten, können sie eine geeignete Behandlungsalternative sein.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Regeneration nach einer Operation zur Gewichtsreduktion?

Die Dauer der Erholung hängt vom jeweiligen Eingriff ab. In der Regel beträgt der Krankenhausaufenthalt ein bis drei Tage. Viele Patient:innen können nach wenigen Wochen wieder ihren gewohnten Alltag aufnehmen. Bis sich der Körper vollständig an die veränderte Ernährung angepasst hat und das Energielevel wieder stabil ist, kann jedoch mehr Zeit vergehen. Das Behandlungsteam begleitet den gesamten Genesungsprozess.

Was kann man nach einer Abnehm-OP essen?

Die Ernährung wird schrittweise aufgebaut. In den ersten Wochen stehen zunächst flüssige Lebensmittel auf dem Speiseplan, anschließend pürierte und weiche Kost. Erst danach erfolgt die schrittweise Umstellung auf feste Nahrung – in deutlich kleineren Portionen als vor dem Eingriff. Ernährungsberater:innen unterstützen dabei, langfristige Essgewohnheiten zu entwickeln und mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren.

Muss ich nach einer Operation zur Gewichtsreduktion dauerhaft Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

In vielen Fällen ja. Da bariatrische Operationen die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen beeinträchtigen können, benötigen viele Patient:innen langfristig Nahrungsergänzungsmittel. Regelmäßige Blutuntersuchungen helfen dabei, mögliche Mangelerscheinungen frühzeitig zu erkennen. Welche Präparate erforderlich sind, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Wie viel Gewicht verliert man nach einer Abnehm-OP?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Gewichtsverlust hängt unter anderem vom gewählten Verfahren, dem Ausgangsgewicht und den Veränderungen des Lebensstils nach der Operation ab. Vor dem Eingriff bespricht das Behandlungsteam, welche Ergebnisse im individuellen Fall realistisch sind.

Was muss ich tun, um eine Abnehm-OP zu bekommen und wie lange muss ich auf die OP warten?

In der Regel beginnt der Weg zu einer bariatrischen Operation mit einer ärztlichen Überweisung und einer medizinischen Untersuchung, um zu prüfen, ob die Voraussetzungen für den Eingriff erfüllt sind. Vor einer möglichen Kostenübernahme kann außerdem ein begleiteter konservativer Behandlungsversuch erforderlich sein. Wie lange der gesamte Prozess dauert, hängt unter anderem von der behandelnden Klinik und dem Verfahren der Krankenkasse ab.

Werden bei überschüssiger Haut nach der Abnehm-OP die Kosten für eine Hautstraffung übernommen?

Nach einer starken Gewichtsabnahme kann überschüssige Haut zurückbleiben. Manche Patient:innen entscheiden sich deshalb später für eine hautstraffende Operation. Ob die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten übernimmt, hängt von der medizinischen Notwendigkeit ab, beispielsweise bei wiederkehrenden Hautproblemen, und nicht allein von ästhetischen Gegebenheiten. Welche Regelungen im Einzelfall gelten, entscheidet die zuständige Krankenkasse.

Kann man eine Abnehm-OP mehr als einmal machen lassen?

In manchen Fällen ja. Führt ein Eingriff nicht zum gewünschten Ergebnis oder treten Komplikationen auf, kann eine erneute Operation infrage kommen. Da jeder weitere bariatrische Eingriff mit zusätzlichen Risiken verbunden sein kann, wird sorgfältig geprüft, ob ein solcher Eingriff medizinisch sinnvoll ist.

Image credit: Pexels

Diese Informationen dienen nur der allgemeinen Orientierung und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer eine qualifizierte medizinische Fachperson.